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Merkblätter zu "Verpilzte Fische"
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Statuten

Stiftung pro Fisch und Wasser, PF+W

Fondation pour les Poissons et les Eaux, PP+E

I. Einleitende Feststellungen

1. Mit öffentlicher Urkunde vom 03. Juni 2003, Urschrift Nr. 897 des Notars Gilbert Münger, Notar des Kantons Bern, mit Büro in Bern, hat der Bernisch Kantonale Fischerei-Verband, handelnd durch folgende kollektivzeichnungsberechtigte Mitglieder, welche gleichzeitig das Büro bilden:

a) Herr Roland Seiler, geb. 21.9.1946, von Bönigen, Badweg 10, 3302 Moosseedorf; Präsident

b) Herr Hans Michel, geb. 6.3.1942, von Bönigen, Hauptstr. 42, 3806 Bönigen, Vizepräsident

c) Herr Walter Gasser, geb. 4.6.1940, von Rüschegg, Bernstrasse 74, 3066 Stettlen, Vizepräsident

d) Herr Andreas Bieri, geb. 13.10.1950, von Schangnau, Sägegasse 65, 3110 Münsingen, Kassier

als Stifter, hienach BKFV genannt, die "Stiftung pro Fisch und Wasser, PF+W (Fondation pour les Poissons et les Eaux, PP+E" errichtet.

2. Die Stiftungsurkunde wurde in der Folge nicht geändert.

3. In Anpassung an die veränderten Verhältnisse wird die Stiftungsurkunde mit Datum der Verfügung der Umwandlungs- und Abänderungsbehörde revidiert und durch die nachstehende Neufassung ersetzt.

II. Statuierende Bestimmungen

Artikel 1 - Name und Sitz

1.1 Unter dem Namen Stiftung Pro Fisch und Wasser, PF+W (Fondation pour les Poissons et les Eaux, PP+E) besteht eine selbständige Stiftung im Sinn von Artikel 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB).

1.2 Die Stiftung hat ihren Sitz in Gümligen (Gemeinde Muri b. Bern). Die Sitzverlegung an einen anderen Ort in der Schweiz bedarf der Zustimmung der Aufsichtsbehörde.

Artikel 2 - Zweck

2.1 Die Stiftung bezweckt:

1. Erhaltung der Artenvielfalt, Schutz des Lebensraums, nachhaltige Nutzung des Bestandes an einheimischen Fischen sowie Förderung der Berufs- und Angelfischerei sowie der Fischereiforschung im Sinne von Art. 1 lit. a) bis e) des Fischereigesetzes des Kantons Bern vom 21. Juni 1995 (BSG 923.11) und im Sinne von Art. 1 lit. a) bis d) des Bundesgesetzes über die Fischerei vom 21. Juni 1991 (SR 923.0)

2. Schutz der bernischen Gewässer vor nachteiligen Einwirkungen im Sinne von Art. 1 lit.a) bis h) des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (SR 814.20).

3. Unterstützung sachverwandter Organisationen in der Verfolgung der oben in Ziffern 1 und 2 genannten Stiftungszwecke.

2.2 Die Stiftung ist im Rahmen der Zwecksetzung im Kanton Bern tätig.

2.3 Gewinn und Kapital der Stiftung sind ausschliesslich dem vorstehend genannten Zweck gewidmet. Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinerlei Erwerbszweck. Erwerbszwecke sind deshalb ausgeschlossen.

Artikel 3 - Vermögen

3.1 Der Stifter widmete der Stiftung bei deren Errichtung ein Anfangskapital von CHF 10'000.00 (Franken zehntausend) in bar.

3.2 Weitere Zuwendungen des Stifters oder anderer Personen sind jederzeit möglich.

3.3 Das Stiftungsvermögen ist nach anerkannten kaufmännischen Grundsätzen zu verwalten. Soweit es sich nicht um Sachwerte handelt, ist das Vermögen sinngemäss nach der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV2) anzulegen.

Artikel 4 – Organe der Stiftung

Organe der Stiftung sind:

a) der Stiftungsrat

b) der Sekretär

c) die Revisionsstelle, falls auf eine solche nicht verzichtet werden darf

Artikel 5 – Stiftungsrat und Zusammensetzung

5.1 Die Verwaltung der Stiftung obliegt einem Stiftungsrat von mindestens drei Personen. Er ist das oberste Organ der Stiftung.

5.2 Der Stiftungsrat ist grundsätzlich ehrenamtlich tätig. Der Stiftungsrat entscheidet über die Ausrichtung von Entschädigungen an Mitglieder oder Personen, an welche ausserordentliche arbeitsintensive Aufgaben übertragen werden.

5.3 Der Stiftungsrat besteht aus dem Büro des Bernisch kantonalen Fischerei-Verbandes. Dieses wiederum besteht regelmässig aus

a) die Präsident/in

b) Vizepräsident/inn/en

c) Kassier/in

d) Beisitzer/in/en mit verschiedenen Funktionen (Info-Redaktor, Webdesigner etc.).

Artikel 6 – Konstituierung und Ergänzung

6.1 Der erste Stiftungsrat wurde vom Stifter bestimmt. Danach wählt und konstituiert sich der Stiftungsrat selbst. Als Stiftungsräte können nur natürliche Personen gewählt werden. Präsident der Stiftung ist von Amtes wegen der Präsident des BKFV. Im übrigen konstituiert und ergänzt sich der Stiftungsrat selbst.Aus dem Stiftungsrat austretende Personen sind durch für den Stiftungszweck qualifizierte und engagierte Personen zu ersetzen.

6.2 Die Amtsdauer der Stiftungsratsmitglieder beträgt zwei Jahre. Wiederwahl ist möglich. Fallen während der Amtsperiode Mitglieder des Stiftungsrates aus, so sind für den Rest der Amtsperiode Ersatzwahlen zu treffen.

6.3 Die Abberufung eines Stiftungsratsmitglieds aus dem Stiftungsrat aus wichtigen Gründen ist jederzeit möglich. Ein wichtiger Grund ist insbesondere dann gegeben, wenn das betreffende Mitglied die ihm obliegenden Verpflichtungen gegenüber der Stiftung verletzt oder zur ordnungsgemässen Ausübung seines Amtes nicht mehr in der Lage ist.

6.4 Der Stiftungsrat beschliesst mit Mehrheit von zwei Dritteln aller Stimmen über die Abberufung von Stiftungsratsmitgliedern.

Artikel 7 – Kompetenzen

7.1 Dem Stiftungsrat obliegt die Leitung der Stiftung und die Vertretung nach aussen. Ihm stehen alle Befugnisse zu, die in dieser Stiftungsurkunde und den Reglementen der Stiftung nicht ausdrücklich einem anderen Organ übertragen sind. Der Stiftungsrat hat folgende unentziehbare Aufgaben:

a) Regelung der Unterschrifts- und Vertretungsberechtigung für die Stiftung

b) Wahl des Stiftungsrates und der Revisionsstelle

c) Abnahme der Jahresrechnung und des Jahresberichts

7.2 Der Stiftungsrat kann über die Einzelheiten der Organisation und der Geschäftsführung ein Reglement erlassen.

7.3 Der Stiftungsrat ist berechtigt, einzelne seiner Befugnisse an eines oder mehrere seiner Mitglieder oder an Dritte zu übertragen.

7.4 Der Stiftungsrat kann eine/n Geschäftsführer/in bezeichnen, der / die nicht Mitglied des Stiftungsrats sein muss.

7.5 Rechtsverbindliche Unterschrift für die Stiftung führen je zwei beliebige Stiftungsratsmitglieder kollektiv zu zweien oder ein Stiftungsratsmitglied zusammen mit dem Sekretär.

Artikel 8 – Beschlussfassung

8.1 Der Stiftungsrat trifft sich mindestens einmal jährlich. Die Einberufung zu den Sitzungen des Stiftungsrates erfolgt grundsätzlich 10 Tage vor dem Sitzungstermin.

8.2 Der Stiftungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Er entscheidet mit einfachem Mehr, sofern in dieser Stiftungsurkunde oder in einem Reglement nicht eine qualifizierte Mehrheit vorgesehen ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet der/die Präsident/in mit Stichentscheid.

8.3 Beschlüsse können auch auf dem Zirkulationsweg gefasst werden, sofern kein Mitglied die mündliche Beratung verlangt. Zirkularbeschlüsse kommen zustande, wenn die Mehrheit aller Stiftungsratsmitglieder dem Antrag zustimmt. Stellvertretung ist weder an Sitzungen noch bei Zirkulationsbeschlüssen möglich.

8.4 Der Stiftungsrat führt über seine Verhandlungen und Beschlüsse ein Protokoll.

Artikel 9 - Reglemente

Der Stiftungsrat kann weitere Reglemente erlassen. Die Reglemente können vom Stiftungsrat im Rahmen der Zweckbestimmungen geändert werden. Reglemente und deren Änderungen sind der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung einzureichen.

Artikel 10 - Sekretär

10.1 Der Stiftungsrat wählt den Sekretär, welcher nicht Mitglied des Stiftungsrats zu sein braucht. Der Sekretär führt das Protokoll der Stiftungsratssitzungen, das Rechnungswesen der Stiftung und vollzieht die Beschlüsse des Stiftungsrats. Er nimmt an den Sitzungen des Stiftungsrats mit beratender Stimme teil.

10.2 Der Stiftungrat kann die Pflichten des Sekretärs vertraglich oder mittels Geschäftsordnung festlegen.

Artikel 11 - Revisionsstelle

11.1 Der Stiftungsrat bezeichnet eine Revisionsstelle (Artikel 83b ZGB).

11.2 Als Revisionsstelle können natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften gewählt werden. Die Revisionsstelle muss ihren Wohnsitz, ihren Sitz oder eine eingetragene Zweigniederlassung in der Schweiz haben.

11.3 Ist die Stiftung zur ordentlichen Revision verpflichtet, so muss der Stiftungsrat als Revisionsstelle eine/n zugelassene/n Revisionsexperten/expertin oder ein staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtsgesetzes (RAG; Art. 727b OR) wählen.

11.4 Ist die Stiftung zu einer eingeschränkten Revision verpflichtet, so kann der Stiftungsrat als Revisionsstelle auch einen zugelassene/n Revisor/in nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtsgesetzes (RAG, Art. 727c OR) wählen.

11.5 Die Aufsichtsbehörde kann eine Stiftung von der Pflicht befreien, eine Revisionsstelle zu bezeichnen. Der Stiftungsrat kann der Aufsichtsbehörde einen entsprechenden Antrag stellen (Art. 83b Abs. 2 ZGB).

11.6 Die Revisionsstelle übermittelt der Aufsichtsbehörde eine Kopie des Revisionsberichts sowie aller wichtigen Mitteilungen an die Stiftung (Art. 83c ZGB).

Artikel 12 - Änderung der Stiftungsurkunde

Der Stiftungsrat kann mit zweidrittelsmehrheitlichem Beschluss bei der Aufsichtsbehörde eine Änderung der Stiftungsurkunde im Sinn von Artikel 85, 86 und 86b des Zivilgesetzbuches beantragen.

Artikel 13 - Aufhebung der Stiftung

13.1 Die Dauer der Stiftung ist unbegrenzt. Eine Aufhebung der Stiftung darf nur aus den im Gesetz vorgesehenen Gründen (Artikel 88 des Zivilgesetzbuches) erfolgen.

13.2 Der Stiftungsrat kann mit Zweidrittelsmehrheit bei der Aufsichtsbehörde die Aufhebung der Stiftung beantragen.

13.3 Ein noch vorhandenes Vermögen fällt einer anderen wegen Gemeinnützigkeit oder öffentlichem Zweck steuerbefreiten juristischen Person mit gleichem oder ähnlichem Zweck und Sitz in der Schweiz zu. Ein Rückfall von Stiftungsvermögen an den Stifter oder dessen Rechtsnachfolger ist ausgeschlossen.

13.4 Die Liquidation der Stiftung wird vom letzten Stiftungsrat durchgeführt.

13.5 Die Zustimmung der Aufsichtsbehörde zur Aufhebung und Liquidation der Stiftung bleibt vorbehalten.

Gümligen, den

Für den Stiftungsrat

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sig. Dr. Markus Meyer sig. Urs Grütter

 

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